Kalles-Modellbauseite


Am 22. Juni 1941 begann die Wehrmacht den Überfall auf die Sowjetunion. In diesem Jahr waren die gebräuchlichen Standard-Panzer die Panzer III und IV. Der Panther wurde entwickelt nach dem Schock des Auftretens des sowjetischen T-34, gegen den die Panzer III und IV mit ihren kleinkalibrigen bzw. kurzrohrigen Hauptwaffen nur auf gefährlich kurze Distanzen eine Chance zum Abschuss hatten. Die deutschen Panzer konnten sich damals oft nur aufgrund ihrer größeren taktischen Beweglichkeit, bedingt durch die Ausrüstung jedes einzelnen Fahrzeuges mit Funkgeräten, behaupten.

Nach Untersuchungen erbeuteter T-34 wurde beschlossen, einen mindestens gleichwertigen Panzer zu bauen. Entwicklungsaufträge gingen sowohl an Daimler-Benz als auch an MAN. Nach der Ausschreibung wurden zwei Prototypen entwickelt, der Daimler Benz VK.30.01 (DB) sowie der MAN VK.30.02 (MAN). Der Vorschlag von Daimler-Benz erinnerte dabei stark an den T-34, während der MAN-Entwurf eine neue eigenständige Konstruktion nach deutschen Erfahrungen und Anforderungen war. Eine Sonderkommission zur Auswahl des zu produzierenden Modelles schlug den Entwurf der Firma MAN aus folgenden Gründen vor:

  • Der Turm von Daimler-Benz war unvollständig und nicht vor Dezember 1942 produktionsreif sowie der Turmringdurchmesser 5 cm schmaler als der Rheinmetallturm für das MAN-Modell, so dass der DB-Panther ohne verfügbaren Turm war.
  • Das Laufwerk des MAN-Panthers war die bessere Waffenplattform.
  • Der abgeschottete Triebwerksraum des MAN-Panthers gestattete Unterwasserfahren ohne langwierige Vorbereitungen.
  • Größerer Aktionsradius des MAN-Panthers.

Aus diesen Gründen und wegen der schon vorliegenden ersten Erprobungsergebnisse wurde der Entwurf von MAN für die Produktion gewählt. Auffallendstes Merkmal waren die erstmals bei einem deutschen Panzer geneigten Seitenflächen. Diese waren kein Ergebnis der Untersuchungen des T-34, sondern es waren bereits zuvor Tests mit schrägen Panzerungen durchgeführt worden. Allerdings sind erst auf der Zeichnung einer direkten Panther-Vorgängerkonstruktion VK 20.02 (M) vom 25. November 1941, die als Reaktion auf Berichte von der Ostfront über die erfolgreichen sowjetischen Panzer entstand, die Panzerungswinkel und Formen des späteren Panther zu erkennen.[2]

Nachdem die Entscheidung für das MAN-Modell gefallen war, wurde die erste Bestellung von 200 Fahrzeugen bei Daimler-Benz storniert.

Allgemeine Eigenschaften
Besatzung 5 (Kommandant, Richtschütze, Ladeschütze, Fahrer, Funker)
Länge 8,86 m (incl. Rohr)
Breite 3,43 m
Höhe 2,95–3,10 m
Masse 43–45,5 t
Panzerung und Bewaffnung
Panzerung 15–120 mm
Hauptbewaffnung 7,5-cm-KwK 42 L/70
Sekundärbewaffnung 2 × 7,92-mm-MG 34
Beweglichkeit
Antrieb Maybach HL 230 P30
515 kW (700 PS)
Federung Drehstabfeder
Höchstgeschwindigkeit 46 km/h
Leistung/Gewicht 15,4–16,3 PS/t
Reichweite 170 km (Straße)

 

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